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21 / 07 / 2021

Spektrale Planung.

Im Sommer 2020 trafen wir uns zu einer lockeren Reihe von Gesprächen über die Firma als Ganzes und einzelne Projekte im Besonderen. Herauskristallisiert haben sich einerseits die für uns zentralen Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Jahren – Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Andererseits haben wir festgestellt, dass wir bei vielen unserer Projekte über die Jahre immer wieder mehr bearbeitet haben als «nur» das Tragwerk. Baugruben sind traditionell Teil unseres Portfolios, Fassaden haben sich immer öfter dazugesellt, zudem ist der Materialfächer beim Bauen breiter geworden.

Was bedeutet «Spektrale Planung»?
Kreiert man einen neuen Begriff, so lässt die Frage nach der Definition nicht lange auf sich warten.

Wo vor fünf bis zehn Jahren der Tragwerksentwurf — wenn nicht durch äussere Zwänge vorgegeben — in den allermeisten Fällen zu einem Betonbauwerk geführt hat, werden heute die unterschiedlichen Baumaterialien im Entwurf gleichberechtigt diskutiert und immer öfter Tragwerke jenseits des Massivbaus umgesetzt. Lange haben wir uns dagegen gesträubtWir verwehren uns dagegen, den Holzbau als eigene Disziplin oder gar eigenen Beruf anzusehen, wie das in gewissen Kreisen der Branche üblich geworden ist. Für uns gehört der Holzbau ganz selbstverständlich zum Berufsbild eines Bauingenieurs dazu. Denn Tatsache ist, bei ZPF haben wir nie keinen Holzbau gemacht, früher einfach etwas weniger als heute, bedingt durch den Zeitgeist.

Tragwerke und Fassaden für dasselbe Projekt zu planen, führt automatisch zu einer Mitarbeit an den Konzepten für Bauphysik und für Brandschutz, im Holzbau wie auch im Massivbau. Verstärkt wird diese Tendenz durch den Ansatz der Ressoucenschonung beim nachhaltigen Bauen.

ZPF hat nie keinen Holzbau gemacht.

All diese Disziplinen oder Fachbereiche vereinen wir bei ZPF, bisher ohne gross darauf hinzuweisen. Unsere vernetzte Denkweise wollen wir stärker nach aussen tragen, aber ohne die branchenüblichen Abteilungen aufzubauen. Denn wir wollen keine Abteilungen, die unabhängig voneinander Projekte akquirieren oder bearbeiten, sondern wir wollen dem Ideal des mittelalterlichen Baumeisters folgen, der die gesamte Baustelle im Blick hatte und so die verschiedenen Ansprüche direkt aufeinander abstimmen konnte. Ausgehend von unserer Kernkomponente, dem Tragwerk, bieten wir je nach Projekt einen Strauss Erweiterungen der Planungstätigkeit: Die Spektrale Planung als Werkzeugkasten der Disziplinen, die individuell zusammengestellt werden.

Für diese Interpretation unseres Berufes fehlte uns noch ein griffiger Name. «Ganzheitlich» oder «holistisch» wären naheliegend gewesen, Begriffe, die alles oder nichts bedeuten können und unsere Denkweise nicht spezifisch genug darstellen.

«Spektrale Planung» zur Förderung des nachhaltigen Bauens.

Weil wir überzeugt sind, dass die Verknüpfung der Einzeldisziplinen konzeptionelle Barrieren einreisst und dadurch Materialressourcen schont und Treibhausgase reduziert.