Ersatzneubau eines Sport- und Kulturzentrums
Rünenberg, Schweiz
Wettbewerb 2022
Planung 2022-2024
Realisierung 2024-2025
Eröffnung im November 2025
Rünenberg, Schweiz
Wettbewerb 2022
Planung 2022-2024
Realisierung 2024-2025
Eröffnung im November 2025
Einwohnergemeinde Rünenberg
Haller Gut Architekten, Bern, Schweiz
Milad Amini, Taylan Beyazsahin, Heike Egli-Erhart, Oliver Fricke, Fabian Hug, Fabio Pesavento, Dario Ruff, Chiara Stegmüller, André Weiss, Manuel Wehrle, Ann-Christin Westkamp
Nach bautechnischer und wirtschaftlicher Prüfung ist die Gemeinde Rünenberg zum Entschluss gekommen, das bestehende Sport- und Kulturzentrum durch einen qualitativ hochstehenden Neubau zu ersetzen.
Beim Ersatzneubau handelt es sich um ein 2-geschossiges, 36 m langes und 30 m breites Gebäude bestehend aus einem kleinen Untergeschoss mit Technikräumen und Lager, einem Erdgeschoss mit Foyer, Mehrzweckhalle, Gemeinschaftsräumen und einer Küche und dem Obergeschoss, mit Umkleideräumen und weiteren Nasszellen. Ein neuer Erschliessungstrakt verbindet es mit dem Schulgebäude.
Nach dem Abriss der alten Turnhalle wurden zunächst die Fundamente mit Magerbetonsporen und die Bodenplatte errichtet. Diese Gründung war erforderlich, da die oberen Bodenschichten des Grundstücks nicht tragfähig waren und die Lasten daher in tiefere, tragfähige Schichten abgeleitet werden mussten.
Die Tragstruktur besteht aus einem gemischten Holztragwerk mit Holzbetonverbunddecken über dem Erdgeschoss und einem Holzbalkendach. Im Untergeschoss halten Massivbauwände aus Stahlbeton dem Erddruck und Feuchtigkeit stand. Auch der Treppenkern ist aus Stahlbeton. Im Erd- und Obergeschoss wurden Holzstützen und Holzständerwände aus Fichtenholz für die vertikale und horizontale Lastabtragung herangezogen. Das Dach wurde mit einer PV-Anlage ausgestattet.
Die Gemeinde hat sich dem nachhaltigen Bauen verpflichtet. Sie unterstützt das lokale Gewerbe und will im Bau Rohstoffe aus der Region einsetzen. Dies betrifft insbesondere die Verwendung von Holz aus den regionalen Forstrevieren. Neue Gebäude sollen eine hohe ökonomische Nachhaltigkeit aufweisen und über die Gemeindegrenzen hinaus nutzbar sein. Es sollen die Empfehlungen des KBOB zum nachhaltigen Bauen befolgt werden.
Die Halle des neuen Sport- und Kulturzentrums erstreckt sich über das Erd- und Obergeschoss und verfügt über eine Bühne. Die Fensterfront in Richtung Nordosten ermöglicht den Blick über die Hügellandschaft der Region Sissach im Kanton Baselland. Eine zusätzliche Fensteröffnung an der Rückseite der Bühne gewährt die Sicht auf die Sportflächen im Aussenbereich.